Das ist geplant

Die Neuentwicklung des Areals in Niederkrüchten-Elmpt ist ein echtes Zukunftsprojekt: Es verbindet wirtschaftliche Perspektiven mit einem Mehrwert für die Menschen sowie für die Umwelt in der Region. Dazu werden die Flächen des ehemaligen Militärflughafens „Javelin Barracks“ in Niederkrüchten-Elmpt reaktiviert. Die Liegenschaft befindet sich im Kreis Viersen zwischen dem Ruhrgebiet und den Benelux-Ländern, unmittelbar an der A52. Mit ihren 882 Hektar besitzt sie ein enormes Entwicklungspotenzial.

Eigentümerin der Liegenschaft ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), die diese seit dem Abzug der britischen Streitkräfte 2015 auch verwaltet und besitzt. Für die Neuentwicklung der Fläche haben die Gemeinde Niederkrüchten, der Kreis Viersen und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Viersen (WFG) im Jahr 2016 die Entwicklungsgesellschaft „Energie- und Gewerbepark Elmpt“ mbH (EGE) gegründet.

Bereits im Rahmen einer Perspektivenwerkstatt 2010 wurden fünf zentrale Grundsätze für die Neugestaltung der Fläche festgelegt:

• Die Flächen werden gewerblich genutzt.
• Die gewerbliche Nutzung wird mit erneuerbaren Energien verknüpft.
• „Grün bleibt Grün“ – Grünflächen bleiben erhalten.
• Es soll keine Wohnnutzung geben.
• Die Fläche steht nicht für die fliegerische Nutzung zur Verfügung.

In einem vom Rat der Gemeinde Niederkrüchten am 14. Februar 2012 beschlossenen Konzept wurden konkrete Nachnutzungsmöglichkeiten für die Liegenschaft entworfen. Vorgesehen ist eine Kombination aus Gewerbe- und Industriefläche, erneuerbaren Energien, Natur sowie Raum für Sport, Freizeit und Erholung.


Gewerbe- und Industriefläche

Die EGE hatte bei ihrer Gründung die Nachfolgenutzung der gesamten 882 Hektar großen Liegenschaft im Blick. Jetzt konzentriert sie sich auf die Entwicklung eines circa 150 Hektar großen Gewerbe- und Industriegebiets. Anfang 2019 haben die EGE und die BImA hierzu einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Inzwischen verhandeln beide Vertragspartner über einen direkten Ankauf der künftigen Gewerbe- und Industriefläche.

Regionalplanerisch ist das Areal als Gewerbe- und Industriefläche ausgewiesen. Aufgrund der guten infrastrukturellen Anbindung, seiner Größe und Lage eignet es sich ideal für eine gewerbliche und industrielle Nutzung. Die Fläche schließt südlich an die A52 und den Ortskern Elmpt an. Hier soll eines der größten Gewerbe- und Industriegebiete NRWs entstehen.

Dazu wird über ein wettbewerbliches Verfahren ein geeigneter Käufer gesucht. Von der Entwicklung der Flächen profitiert dann auch die lokale Wirtschaft. Circa 20 Hektar sind für die Ansiedlung von Klein- und Mittelbetrieben vorgesehen.

Überlegt wird, die gewerbliche Nutzung mit dem Einsatz erneuerbarer Energien vor Ort zu verknüpfen.

Erneuerbare Energien

Neben der gewerblichen Entwicklung durch die EGE wird auf der Liegenschaft die Errichtung von Erneuerbare-Energien-Anlagen angestrebt. Sie könnten auf den Flächen der ehemaligen Start- und Landebahn ihren Platz finden.

Die Energieerzeugung auf dem Gelände würde dann einen Teil des Strombedarfs vor Ort decken und Synergien mit der gewerblichen Nutzung schaffen.

Das Vorhaben wird zudem dem „Integrierten Klimaschutzkonzept“ (IKK) gerecht, das die Gemeinde Niederkrüchten 2013 gemeinsam mit dem Kreis Viersen, den Städten Tönisvorst und Viersen sowie der Gemeinde Grefrath aufgestellt hat. Der Anteil erneuerbarer Energien in der Region könnte so künftig weiter erhöht werden.

Die Planung und Umsetzung der Energieanlagen obliegen einer Betreibergesellschaft, mit der die BImA bereits einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen hat.

Natur, Freizeit und Erholung

Eine große Bedeutung bei der Neuentwicklung des ehemaligen Militärgeländes kommt dem Erhalt bestehender Grünflächen zu („Grün bleibt Grün“). Insgesamt umfasst das Gelände über 600 Hektar Waldflächen, Offenlandbereiche und Wasserflächen.

Den westlichen, etwa 250 Hektar umfassenden Teil der ehemaligen „Javelin Barracks“ übergab die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) Ende 2018 an die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) bzw. an ihre gemeinnützige Tochter „DBU Naturerbe GmbH“ zur Umsetzung des Bundesprojekts „Nationales Naturerbe“.

Ein Teil des Naturgebiets soll zugänglich gemacht werden, sodass dort in Zukunft vielfältige und weitläufige Möglichkeiten für Wanderungen und Spaziergänge zur Verfügung stehen. Ein weiteres Freizeitangebot ist die bestehende Golfanlage. Sie wurde bereits 1955 eröffnet und ist der älteste britische Golfplatz in Deutschland.

Mit dem deutsch-niederländischen Naturschutzgebiet Maas-Schwalm-Nette, der unmittelbaren Nähe zu den Maas-Platten im benachbarten Roermond und dem Golfplatz auf der Liegenschaft sind beste Voraussetzungen für einen nachhaltigen Rad-, Wander-, Reit- und Golftourismus gegeben.