FAQ - Fragen & Antworten

Die Entwicklung der Flächen des ehemaligen Militärflughafens in Niederkrüchten-Elmpt ist ein komplexes Vorhaben. An dieser Stelle werden Fragen rund um die Planungen und den Prozess beantwortet.

Ihre Frage ist nicht dabei? Dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

Die gesamte Liegenschaft „Javelin Barracks” erstreckt sich über 882 Hektar. In der Verantwortung der EGE liegt ausschließlich die Entwicklung der rund 150 Hektar großen Fläche, auf der das künftige Gewerbe- und Industriegebiet entstehen soll.

Das lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Das hängt unter anderem davon ab, wann ein Investor für die Fläche gefunden ist und wie schnell dieser die weitere Planung vorantreibt.

Das Grobkonzept zur Nachfolgenutzung der gesamten 880 Hektar großen Liegenschaft wurde unter Beteiligung von Vertretern aus Rat und Verwaltung der Gemeinde Niederkrüchten, der Nachbarkommunen und übergeordneter Institutionen in einer Perspektivenwerkstatt entwickelt. Der Rat der Gemeinde Niederkrüchten verabschiedete das Grobkonzept 2012.

Die gewerblich-industrielle Nutzung der nun zum Verkauf stehenden 150 Hektar Fläche ist im Regionalplan festgelegt. Die Entscheidung für einen Käufer wird von der EGE getroffen. Der Aufsichtsrat der EGE wird, neben dem Bürgermeister und dem Landrat, aus Mitgliedern des Gemeinderates der Gemeinde Niederkrüchten und des Kreistages des Kreises Viersen gebildet. Die EGE behält die Interessen der Gemeinde Niederkrüchten, des Kreises Viersen sowie der Anwohner im Verfahren somit fest im Blick.

Eine Beteiligung der Bürger ist im Rahmen des wettbewerblichen Verfahrens zur Auswahl des Käufers nicht vorgesehen. Wie bei anderen Planungsprozessen auch, gibt es aber im Rahmen der Entwicklung des erforderlichen Flächennutzungsplans und der Bebauungspläne durch die Gemeinde Niederkrüchten Beteiligungsmöglichkeiten.

Ausdrückliches Ziel der EGE ist es, den gesamten Prozess so transparent wie möglich für die Bürgerinnen und Bürger zu gestalten - von der Auswahl eines geeigneten Käufers bis zur baulichen Realisierung des Projekts.

Die EGE hat eine abgestimmte und gewichtetet Bewertungsmatrix aufgestellt. Zu den Bewertungskriterien zählen z.B. die wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit des Bieters, die Projektstruktur und Erfahrung mit ähnlichen Projekten, die planerische und bauliche Umsetzung, infrastrukturelle Belange, der Realisierungszeitplan und auch der gebotene Kaufpreis inkl. zugehöriger Prämissen und Ausschlüsse. Zentral sind weiterhin das Standort-Entwicklungskonzept, das regionale und ökologische Belange berücksichtigen muss, sowie die Berücksichtigung kleiner und mittelständischer Unternehmen aus der Region. Für sie sollen auf Basis der tatsächlichen Nachfrage in Summe ca. 20 Hektar der Fläche zur Verfügung gestellt werden.

Diese Option wurde sehr sorgfältig analysiert. Das Ergebnis war jedoch, dass das Risiko für die öffentliche Hand und damit für die Bürgerinnen und Bürger zu hoch wäre. Für eine Fläche dieser Größenordnung und mit ihrer vormaligen Nutzung als Militärflughafen braucht es einen erfahrenen, finanzkräftigen Investor, der Abbruch und Entwicklung aus einer Hand stemmen kann.

Die EGE hat bewusst ein Verfahren gewählt, das die Risiken bei der Entwicklung und der Vermarktung der Flächen so gering wie möglich hält.

Analysen haben gezeigt, dass Abbruch und Erschließung der Fläche nur aus einer Hand wirtschaftlich darstellbar sind. Dies hat außerdem den Vorteil, dass Prozesse vereinfacht und verkürzt werden können. So werden eine schnelle Aufbereitung und Umsetzung ermöglicht. Nicht zuletzt minimiert der Übertrag der Entwicklung der gesamten Fläche an einen Käufer das Risiko für die EGE und ihre Gesellschafter. Inwieweit sich potenzielle Käufer ggf. aus einem Konsortium zusammenschließen, ist im weiteren Transaktionsprozess abzuwarten.

Für kleine und mittelständische Unternehmen aus der Region sollen auf Basis der tatsächlichen Nachfrage in Summe ca. 20 Hektar der Fläche zur Verfügung gestellt werden. Die Flächen werden vom zukünftigen Eigentümer der Gesamtfläche an die Unternehmen verkauft oder verpachtet. Der Käufer der gesamten Fläche soll im Sommer 2020 feststehen.

Grundsätzlich ist eine industrielle Nutzung der Fläche denkbar. Allerdings machen die für z.B. Chemiewerke geltenden Abstandsregelungen zur Wohnbebauung eine Ansiedlung auf der Fläche in Elmpt unwahrscheinlich. Die einzelnen Festsetzungen sind im Rahmen der Aufstellung von Bebauungsplänen zu treffen.

Es ist vorgesehen, an der Liegenschaft einen Haltepunkt der Schnellbuslinie 83 einzurichten, die künftig zwischen Mönchengladbach und Roermond verkehren soll.